Zecken - wissenswertes

28.08.2015

Laufinstinkt+ Schwaben Augsburg

Zecken - lästig & gefährlich

Zecken | Holzbock | Borreliose | FSME | Zeckenzange | Laufen | Trail Running | 

 

 

Zecken

gehören zu den Spinnentieren. Weltweit gibt es über 600 Arten. Sie leben parasitär, brauchen also andere Lebewesen, von deren Blut sie sich ernähren. Die bei uns vorkommenden Schildzecken - Hauptvertreter

ist der Gemeine Holzbock - leben im Freien, bevorzugt an Waldrändern, Lichtungen, Bächen und in Garten.

Sie bewegen sich am Boden, im hohen Gras, im Gebüsch und im Unterholz. Zecken lieben Feuchtigkeit

und Wärme. Deshalb sind sie nach einem Regentag im Sommer besonders aktiv. Aber auch an trockenen Tagen sind sie auf der Jagd nach Wirten. Normalerweise sind dies kleine Säugetiere wie Mäuse und Igel, aber auch Hunde, Katzen und Vögel. Und wenn es dumm läuft, auch Menschen.

Zecken werden vom Wirt (Gras, Busch, Blatt, Ast ...) abgestreift, sie fallen nicht vorn Baum. Ein Kontakt von Sekundenbruchteilen reicht aus. dass sich die Zecke festsetzt. Insofern gehen z.B. Trailläufer ein vergleichsweise höheres Risiko ein betroffen zu werden als Straßenläufer. Die Tiere suchen sich bevorzugt eine Stelle, an der die Haut besonders dünn, feucht und warm ist. Das sind vor allem die Hautfaltenregionen. Der Stich wird in den allermeisten Fallen nicht bemerkt. So kann die Zecke oft stundenlang Blut saugen. Zeckenbisse sind aber nicht nur lästig, sonder auch gefährlich. Es können dabei Krankheiten Obertragen werden.

 

 

Borreliose

wird von dem Bakterium Borrelia burgdorferi verursacht. Sie ist die häufigste durch Zecken übertragene Erkrankung in Deutschland. Einige zehntausend Menschen erkranken jährlich.

Die Symptomatik der Borreliose ist sehr vielschichtig. Die Beschwerden können nicht eindeutig zugeordnet werden. Eine sichere Diagnose ist in vielen Fallen auch mit Bluttests nicht zu stellen.

Die Untersuchung der Zecke ist unnötig.

Eines der wenigen charakteristischen Symptome ist die Wanderröte. Diese ringförmige Hautrötung

kann einige Tage bis Wochen nach einem Zeckenstich rund um die Einstichstelle beobachtet werden.

Sie tritt aber nicht in allen Fällen auf. Im frühen Stadium einer Borreliose werden Allgemeinsymptome

wie Abgeschlagenheit, Fieber und Kopfschmerzen beobachtet. Danach können die verschiedensten Krankheitszeichen wie Hirnhautentzündung, Schmerzattacken oder Herzprobleme auftreten. Häufig ist eine Lähmung des Gesichtsnervs. Im chronischen Stadium sind schwere Gelenkentzündungen gefürchtet.

Wichtig ist eine möglichst frühe Diagnose und die Therapie mit einem Antibiotikum.

 

Frühsommer-Meningo-Encephalitis (FSME)  

ist eine virale Erkrankung des zentralen Nervensystems. Der Erreger, das FSMEVirus, wird von

Zecken auf den Menschen Obertragen. In Deutschland erkranken jährlich 300 Menschen an FSME.

Hauptsächlich in Bayern und Baden-Württemberg aber auch in Rheinland-Pfalz, Hessen, Thüringen

und Sachsen.

Die FSME verläuft in zwei Phasen. Sie beginnt uncharakteristisch mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. In vielen Fällen ist die Erkrankung damit schon Oberstanden.

Bei einem Teil der Infizierten befällt das Virus dann das zentrale Nervensystem.

Dabei ist die mildeste Form eine Hirnhautentzündung (Meningitis) mit hohem Fieber, starken Kopfschmerzen und Nackensteifigkeit. Die schwerere Verlaufsform ist die Hirnentzündung (Encephalitis).

Dabei treten Bewusstseins-, Sprach- und Schluckstörungen auf sowie Lähmungserscheinungen

und psychische Veränderungen. Das Rückenmark und die Nervenwurzeln können geschädigt werden.

Bis zu 20  dieser Patienten behalten Restschäden, ca. 2  versterben.

Eine ursächliche Behandlung der FSME gibt es nicht.

 

Sicheren Schutz vor Zecken

gibt es nicht. Dennoch kann man einiges tun, um Zeckenstiche zu vermeiden. Sie sollten auf die richtige Kleidung achten. Lange Armel und lange Hosenbeine sind in jedem Fall günstig.

Da sich Zecken hauptsächlich im Unterholz und an Gräsern aufhalten, ist es sinnvoll, die Socken über die Hosenbeine zu ziehen. Helle Kleidung ist besser als dunkle, da man darauf Zecken eher erkennen und noch vor einem Stich entfernen kann.

Nach einem Aufenthalt im Freien sollte man den ganzen Körper nach Zecken absuchen.

Zecken suchen meist erst eine geeignete Stelle, bevor sie stechen, und krabbeln eine Zeitlang

am Körper entlang. Bevorzugte Stellen sind Achselh6hlen, Kniekehlen, Hals, Kopf und Schritt.

Insektenabweisende Mittel (Repellents) können hilfreich sein, bieten aber keine absolute Sicherheit.

Hat eine Zecke gestochen, sollte sie möglichst rasch entfernt werden. Am besten geht das mit einer feinen Pinzette oder einem Skalpell. Dabei setzt man dicht über der Haut an und zieht oder hebelt die Zecke heraus. Auf keinen Fall sollte man die Zecke durch Öl oder Kleber töten.

Drehen ist überflüssig. Im Fachhandel werden auch spezielle Zeckenzangen angeboten.

In meiner Funktion als kursverantwortlicher Lauftherapeut (DLZ) habe ich mir in einem BRK-Shop

(BRK = Bayrisches Rotes Kreuz) eine kleine "Zeckenkarte" (gibt es auch in Apotheken)

samt "Erste Hilfe Miniset" besorgt - beides outdoor-sportgerecht, weil sehr verstaufreundlich.

Die Zeckenkarte hat gegenüber der Zeckenzange m.E. die Vorteile, dass sie präziser geführt werden kann und das Corpus Delicti sichererer einfädelt & aushebelt. Darüber hinaus ermöglicht eine integrierte Lupe, das Objekt zu betrachten und den Erfolg, Teil-Erfolg oder Misserfolg der Operation genauer zu  analysieren. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Imfungen

Gegen die FSME-Infektion hilft die FSME-Impfung zuverlässig, Dabei werden abgetötete Viren injiziert.

Der K6rper produziert daraufhin entsprechende Abwehrstoffe (Antikörper). Der Impfstoff wird sehr gut vertra

 

gen. In seltenen Fallen kann eine Lokalreaktion mit Schwellung und Rötung an der Impfstelle auftreten. Fieberreaktionen und Abgeschlagenheit sind noch rarer.

Der Kinderimpfstoff ist ab einem Jahr zugelassen. Ab zwölf Jahren wird der Erwachsenenimpfstoff verwendet. Die Kosten werden von allen Kassen übernommen.

Normalerweise wird zur Basisimmunisierung zweimal im Abstand von vier bis zehn Wochen geimpft

und acht bis zwölf Monate später aufgefrischt. Alle drei bzw. fünf Jahre sollte eine Injektion wiederholt werden, um den Impfschutz aufrecht zu halten.

Wenn die Zeit drängt. gibt es auch die Möglichkeit einer Schnellimmunisierung mit drei Injektionen innerhalb von drei Wochen.

Bei der FSME-Häufigkeit gibt es große regionale Unterschiede. Der Landkreis Augsburg zählt momentan zu den Gebieten mit geringem Risiko, Nach einer Empfehlung der Bayerischen Staatsregierung sollten sich aber alle in Bayern lebenden Menschen impfen lassen, auch wenn sie nicht in einem Hochrisikogebiet wohnen. Die Begründung dafür ist die hohe Mobilität der Bevölkerung.

 

 

 

 

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