Sinnlicher November '15 im Auenland

13.11.2015

Laufinstinkt+ Schwaben Augsburg

Sinnliche November-Skizzen '15" aus dem Auenland".

Jahreszeiten | November | Laufen | Herbst | Nebel | Moos | Stille | Wald | Biber |

Ein Gruß aus Mittelerde an alle Läufer und Naturliebhaber

 

"Mit flinkem Fuß und Hobbit-Gruß"


... Langes Laufdress und Handschuhe

... Die tief stehende, gleißende Sonne

... Der ständig neu entstehende Tropfen an meiner Nasenspitze

... Rot-braun-gelb-gold-grüne Baumtunnel

... Gelb-goldener Blätterregen 

... Das Rascheln der Blätter, durch die ich laufe

... Die "Schießplatzheide" und die "Deuringer Heide" in bewegender Schönheit
... Der Geruch von frisch geschlagenem Nadelbaumholz 

... Klebrige Hände durch einen harzbenetzten Tannenzapfen, den ich bewunderte

... Eine Buche, in so feurigem Rost-Rot, als ob sie brennt - still und bewegungslos

... Nur die Birken tragen in ihrem leuchtenden Gelb noch wenige grüne Blätter

... Ein Ahornblatt, dass alle Elemente des Farbkreises zu zeigen scheint 

... So viele warme Farben und trotzdem friert es mich an kalter Luft 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

... Spinnenfäden schweben flirrend durch die Luft

... An einem Baum ein nasses Papier, mit einem Herbstgedicht von Wilhelm Busch:
 

    Der schöne Sommer ging von hinnen,
    Der Herbst, der reiche, zog ins Land.
    Nun weben all die guten Spinnen
    So manches feine Festgewand.

 

    Sie weben zu des Tages Feier
    Mit kunstgeübtem Hinterbein
    Ganz allerliebste Elfenschleier
    Als Schmuck für Wiese, Flur und Hain.

 

    Ja, tausend Silberfäden geben
    Dem Winde sie zum leichten Spiel,
    Sie ziehen sanft dahin und schweben
    Ans unbewußt bestimmte Ziel.

 

    Sie ziehen in das Wunderländchen,
    Wo Liebe scheu im Anbeginn,
    Und leis verknüpft ein zartes Bändchen
    Den Schäfer mit der Schäferin.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

... Gestern noch die eruptive Vielfalt und Opulenz der leuchtenden Herbstfarben

... Heute schon die Stille, die melancholische Tristess und Blässe der Natur, 
    in der die nassen Nebelkissen nun immer länger verweilen

... Hermann Hesse's Gedicht "Im Nebel" fällt mir ein - wie hatte es mich getroffen 
    vor Jahrzehnten. Jäh betroffen, denn ich wußte im Moment als ich es erstmals las,
    dass er es nur für und an mich geschrieben hatte. Aber dieses Gefühl kennt wohl
    jeder Hesse-Leser. Der erste Schriftsteller, der mir erfühl- und erspürbares lesbar
    machte. Seine Bücher haben mich geprägt wie kaum etwas anderes.

... Sinnliche Ruhe und Mattigkeit hat sich über den Wald gesenkt 

... Der eingeschlafene Wind

... Kein Blatt bewegt sich mehr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

... Die unberührte, verwunschen scheinende Schönheit des ostseitigen "Zauberwaldes"
    zwischen der Lechstaustufe 21 und 20 raubt mir den Atem
, so als sei er nicht von
    dieser Welt, sondern direkt aus "Mittelerde" projiziert. Hatte ich diesen Wald nicht
    schon einmal geträumt oder in einem andern Leben durchwandert -? Ein starkes,
    warnendes Gefühl überkommt mich, kein einziges auf dem Boden liegende Blatt und
    kein Ästchen auch nur anfassen zu dürfen und auch den Pfad ja nicht um einen
    einzigen Milimeter zu verlassen, weil ich sonst sofort und auf ewig selbst in ein Stück
    Holz verwandelt werden würde. Sicherlich beobachten mich gerade die Wald-Elben
    und Elronds verstecktes Reich "Bruchdal" ist auch nicht weit. Magische Momente. 

... Moos dämpft meine Laufschritte

... Das erste Geräusch, seit einer gefühlten Ewigkeit, als ich auf einen dünnen,
    trockenen Ast trete

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

... Angenagte Bäume und Spähne erzählen von Bibern und ihren Wintervorbereitungen
    Einige Bäume sind ihnen schon erlegen.

... Schmale Pfade durch das Unterholz verraten das Wild

... Moos, das nun selbst weit oben in den Bäumen wächst, nord-westlich zugewandt

... Die Forelle, die im Bach zu stehen scheint
... So viele Schlehen. Sollte ich wieder mal Wein daraus machen -?
    Sie brauchen vorher aber noch den ersten Frost und ich habe keine
    Weinballone mehr. Vielleicht finde ich ja einen auf einem Flohmarkt

... So viele Hagebutten, die nun auch auf den Frost warten

... Ein Reiher fliegt tief über das Ufer des Stroms.
    Zwei weitere stehen in sicherer Entfernung bewegungslos auf einer Wiese

... Letzte Blätter regnen von den Bäumen

... Pilze entbieten ihren letzten Gruß

... Die Stimme der Natur: "Es ist nun alles getan, was zu tun war"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

... Die Stimmung ist nun jene, die auch in der Musik von Franz Schubert liegt

... November, bleib so wie du bist und sei zum Dank umarmt

... Schlaf liegt nun in der Luft

... Halt, noch nicht für alle. Dort, ein Eichelhäher!

... Abschied von einem wunderschönen Laufsommer und -herbst
... Wird die Forelle, die ich hier so oft von der Brücke immer an derselben Stelle stehen
    sah, im nächsten Frühling noch da sein?

... Auf wiedersehn du schöne Natur im nächsten Jahr. 

 

 

 

 

 

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