Dezember-Skizzen '15 aus dem Auenland

01.01.2016

Laufinstinkt+ Schwaben Augsburg

Dezember-Skizzen '15 aus dem Auenland.

Jahreszeiten | Dezember | Regen | Nässe | Tropfen | Bäume | Stille | Nebel | Reif |

Ein Gruß aus Mittelerde an alle Läufer und Naturliebhaber

 

Das Lied der Zwerge: “Über die Nebelberge weit zu Höhlen tief aus alter Zeit, 

da zieh’n wir hin, da lockt Gewinn, durch Wind und Wetter, Not und Leid.”


... Regen über Buchen, Eichen und Kiefern.

... Die Natur ist zu grau in grau geronnen, ohne dass ein Rest von Strahlkraft verblieb.

... Ein grüner seifiger Film hat nackte Äste bis in die Spitzen hin überzogen.

... Tropfen wie Perlenschnüre, stumm und kalt an den blattlosem dunklen Astgerippe.

... Nässe aller Orten und die Feuchte kalte Luft dringt mir in jede Pore.

... Ein dunkler Vogel döst in einem Baum - bewegungslos und aufgeplustert.
    Jetzt nur keine Wärme verlieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

... Viele Seelen der Bäume scheinen dieser Tage nicht zu Hause zu sein, 
    meditieren an einem anderen Ort oder schlafen in ihren Wurzeln -? 

... Ein Bussard auf kahlem Baum bewacht einsam sein schlafendes Revier.

... Verlorene Tropfen, die auf braune Blätter fallen.

... Der Geruch von Schnee liegt in der Luft.

... Jetzt höre ich die Stille.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

... Gestern Abend war war ich noch durch dichten Nebel gelaufen. Heute, am frühen
    Morgen, ist er zu Reif gefrohren, hat auf Gras und Dächer weißen Glanz gezaubert.

... Wie so häufig nach einer Begegnung mit Klaus Richter, geht mir auch dieses Mal  
    ein Gedanke von ihm nach: ... zu allen Ungetümen und schrecklichen Ereignissen,
    die uns dieser Tage in der Außenwelt begegnet sind (Paris, Syrien ...) ... Dann
    schlagen wir virtuell die Hände über dem Kopf zusammen und resignieren mit dem

    Gedanken "Ich kann ja doch nichts daran ändern". Das glaube er nicht, denn es

    benötige dafür keine neue Politik, keine neuen Bündnisse oder starke Parteien,      

    sondern eine Kultur - eine Kultur der kleinen Schritte, die der Liebe entspringen.    

    Die Liebe, als Schlüssel der menschlichen Existenz -.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

... Die kurzen Dezembertage lassen mich auch dieses Jahr wieder mit Stirnlampe
    laufen. Schmerzlich vermisse ich die damit beleuchtete tief verschneite
    Winterherrlichkeit des vergangenen Jahres.

... Wieder finde ich, wie schon im November an gleicher Stelle, ein Blatt mit einem
    Gedicht, dieses Mal von Heinrich Hoffmann (von Fallersleben):


Dezember

Er ist der letzte von zwölf Brüdern, des Jahres Pforte schließt er zu.

Was du gewonnen hast an Gütern und was verloren, zähle du!

Doch wäge strenger und besonnen, und schließ genaue Rechnung ab,

Was du an Weisheit hast gewonnen, und was an Torheit sich ergab.

 

 

 

 

... Der zweite Weihnachtsfeiertag: 15 °C und blauer Himmel. 

... Schwärmende Bienen im Sonnenschein am frischen Grab meiner Mutter     

    bezeugen die viel zu warme Jahreszeit. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

... Am nächsten Tag, morgens um 8:00h  

    steht das Thermometer bei 0 °C,
    Dächer sind bereift, Autoscheiben
    weiß und blind gefrohren und eine

    Elster sitzt im Baum, scheinbar auf

    die höher steigende, wärmende

    Sonne wartend.

... Meisen hüpfen in den Bäumen.

... Die Heizung summt im Haus. Rauch aus Schornsteinen kondensiert an kühler Luft

    und wie aus gerissenen Spiegeln glänzt von kleinen Pfützen matt-silbern zu Eis

    gefrohrenes Wasser.

... Jetzt die erste Tasse heißen, schwarzen Kaffees.

... Ich empfinde, während ich vom Fenster aus die Natur betrachte, eine kleine  

    Traurigkeit, darüber, dass das Weihnachtsfest nun schon wieder vorbei und freue
    mich gleichzeitig, weil ich es, trotz fehlender äußerer Stimmung, doch in schöner     

    Tradition besinnlich genossen hatte. 

 

 

 

 

 

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