Januar-Skizzen '16 aus "Mittelerde"

29.01.2016

Laufinstinkt+ Schwaben Augsburg

Januar-Skizzen '16 aus "Mittelerde"

Januar | Natur | Outdoor | Jahreszeiten | Ausdauersport | Schnee |

Ein neuer Hobbit-Gruß an alle Naturliebhaber und Ausdauersportler.

 

... Am Neujahrstag noch immer kein Schnee.
    Nur weiterhin die andauernde Blässe und Melancholie in farloser Natur. 

... Krähen, unter bleigrau-schweren Wolken, vermitteln Verlassenheits- und Einsamkeitsgefühl.

... Ich lese Christo Förster’s neues Buch „Neo Nature“ und fühle mich davon berührt. 

... Zweiter Januar, Mitternacht: es schneit, allerdings bei 2 °C. Am nächsten Morgen ist die
    ganze weiße Herrlichkeit auch schon wieder verschwunden und die graue Tristess zurück.

... Tröstlich: „Der Hobbit“. Mein Sohn bekam seine von Peter Jacksen verfilmte Geschichte
    von mir zu Weihnachten. Wir werden sie uns einmal mehr gemeinsam ansehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

... Es ist nun doch noch kalt geworden, in der zweiten Januarhälfte.

... Der vor sechs Tagen reichlich gefallene Schnee bedeckt noch immer Wald und Flur
    - endlich Winter!

... So lief ich dieses Jahr doch wieder einmal ski - dank eines mir unbekannten Wohltäters, 
    der bei solch rar gewordenen Gelegenheiten mit geeigneter Gerätschaft, von Augsburg

    bis nach Königsbrunn, eine ca. 20 km lange Spur auf den Lechdamm setzt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

... Heute hat nun auch noch dicker Reif die erhabenen Schöpfungen der Natur überplüscht.

    Diese aus Wasserdampf sublimierte Eisablagerung zeigt sich jetzt in ihrer ganzen Pracht.

... Krähen, die nun bewegungslos in den Bäumen verharren, um jetzt ja keine einzige Kalorie
    zu vergeuden, heben sich mit ihrer tiefen Schwärze von der weißen Traumlandschaft ab.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

... Schnee- und Eiskristalle bilden ihren eigenen Kosmos.    

    Das hatte ich im Studium an der TU Berlin in der Vorlesung Strukturlehre gelernt.

... Wahrscheinlichkeit gibt/gab es nie zwei komplexe Schneekristalle, die exakt gleich waren.

    Bereits vor über einem Jh. wurden über 5.000 verschiedene Formen davon dokumentiert.    

    Der Grund liegt in den großen kombinatorischen Möglichkeiten vieler einzelner Merkmale.

... Eine Schneeflocke enthält über 1.000 Wassermoleküle, inkl. über 1.000 Deuterium-Atome. ... In Kombination ergeben sich weit mehr komplexer Kristallform-Variationsmöglichkeiten
    als die Anzahl an Atomen im Weltall.

... So besitzt jede Schneeflocke gewissermaßen ihre eigene "Persönlichkeit"; unabhängig

    von jeder anderen - wie bei uns Menschen. Vielleicht erklärt sich damit die Parallele, wenn

    gesagt wird: "Die Schneeflocke wird sich niemals für die Lawine verantwortlich fühlen". 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

... Still sind nun Baum und braunes Laub - erstarrt in vereister Zeit.

... Ein Raabe auf der Spitze einer ganz in weiß gekleideten Birke.

... Weit hinten am Waldesrand ein anderer einsamer Läufer - wohl auch die weiß befrohrenen

    Kunst der Natur bestaunend und genießend.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

    Der Januar

 

    Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege. 
    Der Weihnachtsmann ging heim in seinen Wald. 
    Doch riecht es noch nach Krapfen auf der Stiege. 
    Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege. 
    Man steht am Fenster und wird langsam alt. 

 

    Die Amseln frieren. 
    Und die Krähen darben. 
    Und auch der Mensch hat seine liebe Not. 
    Die leeren Felder sehnen sich nach Garben. 
    Die Welt ist schwarz und weiß und ohne Farben. 
    Und wär so gerne gelb und blau und rot. 

 

    Umringt von Kindern wie der Rattenfänger, 
    tanzt auf dem Eise stolz der Januar. 
    Der Bussard zieht die Kreise eng und enger. 
    Es heißt, die Tage würden wieder länger. 
    Man merkt es nicht. Und es ist trotzdem wahr. 

 

    Die Wolken bringen Schnee aus fremden Ländern. 
    Und niemand hält sie auf und fordert Zoll. 
    Silvester hörte man’s auf allen Sendern, 
    dass sich auch unterm Himmel manches ändern 
    und, außer uns, viel besser werden soll. 

 

    Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege. 
    Und ist doch hunderttausend Jahre alt. 
    Es träumt von Frieden. Oder träumt’s vom Kriege? 

    Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.

    Und stirbt in einem Jahr. Und das ist bald.

 

(Erich Kästner)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erich Kästner - ein Meister der Sprache, aber tragisch im Leben.

Marcel Reich-Ranicki, der ihn persönlich kannte, erzählte bei Peter Voss 
im dritten Teil von „Lauter schwierige Patienten“ über ihn: 
https://www.youtube.com/watch?v=O1lr9WOcQlE

 

 

 

 

 

 

 

 

Please reload

Empfohlene Beiträge

BIO-SIEGEL | Ernährungsstrategie

14.02.2020

1/10
Please reload

Neueste Beiträge
Please reload

Suchen per Schlagwort

Adresse

Laufinstinkt+® Therapie & Training

Haferfeldring 14

D-86343 Königsbrunn

 IMPRESSUM 

DATENSCHUTZERKLÄRUNG

DISCLAIMER

 

Kontakt

Tel.: 08231/4018663 

Mobil: 0173/3852571

Fax: 08231/993528

Email: laufinstinkt.augsburg@online.de

 

Laufinstinkt+® Therapie & Training

seit 2015 von und mit Burkhard Bönigk.

Laufinstinkt+® ist eine eingetragene Marke.

 

  • Wix Facebook page
  • Pinterest Social Icon
  • Twitter Classic
  • SoundCloud Social Icon
  • Instagram Social Icon