VOM LAUFGRUPPENLEITER ZUM LAUFTHERAPEUTEN DLZ®

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VOM LAUFGRUPPENLEITER ZUM LAUFTHERAPEUTEN DLZ®

Ein Beitrag von Annette Huettmann (Lauftherapeutin DLZ®)

 

#Laufgruppenleiter #Lauftherapeut_DLZ #Lauftherapie #Laufen #Übungsleiter #Trainer #Laufanfänger #Laufanfängergruppen #Laufanfängerkurse #Laufkurse #Cool_Down #Atmung

 

 

Hallo allerseits,

 

Ich freue mich, hier und heute wieder einmal eine Gast-Bloggerin vorstellen zu dürfen.

Annette Huettmann ist eine Kollegin von mir. Wir wurden an der Sportschule des Bayrischen Landessportverbandes BLSV® in Oberhaching zu Übungsleitern mit 

C- und B-Lizenzen sowie am Deutschen Lauftherapiezentrum zu Lauftherapeuten DLZ® ausgebildet. Letztere Ausbildung hat Annette gerade erst abgeschlossen.

Ich durfte in diesem Zusammenhang einen Teil Ihrer "Diplomarbeit" lesen.

Die fand ich so spannend, dass ich Annette bat, hier doch einmal eine Zusammenfassung darüber zu geben.

 

 

Guten Tag,

 

mein Name ist Annette Huettmann. 

Ich bin 58 Jahre alt und habe erst vor rund

10 Jahren mit dem Laufen angefangen.

Ich suchte nach einem Sport, den man unkompliziert, das ganze Jahr über und überall, ob allein oder

mit einer Menge anderer Menschen ausüben konnte. Es gab nur das Laufen, das da in Frage kam.

Ich bin seither eine überzeugte und leidenschaftliche Läuferin, aber mit wenig Talent für sportliche Spitzenleistungen. Daher sicherlich auch mein Ansatz, den Laufanfängern das Laufen in ihrem eigenen Tempo beizubringen, damit es vorrangig Körper,

Geist und Seele besser geht.

Meine Thema lautet:

 

 

VOM LAUFGRUPPENLEITER ZUM LAUFTHERAPEUTEN DLZ®

 

Was unterscheidet beide in ihrer Arbeit mit Laufanfängergruppen?

 

Ich hatte bereits seit einigen Jahren Erfahrung mit Laufanfängergruppen im Verein sammeln können, bevor ich mit der Ausbildung zum Lauftherapeuten(DLZ®) begann. Viele im Verein wunderten sich über diese Entscheidung, zumal ich viel freie Zeit und auch Geld in diese Ausbildung investieren sollte.

Eigentlich lief doch alles ganz gut mit den Laufanfängerkursen und dennoch war ich nicht damit zufrieden. Es waren vor allem die sogenannten „laufschwachen“ Teilnehmer, die mir am Herzen lagen. Sie kamen hoch motiviert in den Kurs, um alles „richtig“ zu machen. Versprochen wurde allen in den Ankündigungstexten und der Infoveranstaltung, dass wenn die Teilnehmer es nur wollten und mitlaufen würden, alle zum ersehnten Ziel kämen, nämlich in 10 Wochen 10 km durchlaufen zu können.

 

Leider zeigte sich dann sehr bald, dass etliche „abgehängt“ wurden, so sehr sie sich auch anstrengten. Mit hochrotem Kopf kamen sie völlig erschöpft nach ihrer Kurseinheit im Ziel an und waren eher frustriert als motiviert. Die meisten von ihnen blieben dem Kurs dann fern, im schlimmsten Fall landeten sie beim Orthopäden wegen überlasteter Knie u.v.m. Ich selber war nur eine von mehreren im Trainerteam, die kein Gehör fand, auf die „laufschwachen“ Teilnehmer besser einzugehen.

 

Ich wollte mehr wissen und lernen, um andere Laufanfängerkurse anbieten zu können, es sollte eine Alternative zu den (leistungs)sportlich orientierten Laufkursen werden, nämlich, das gesundheitsorientierte Ausdauerlaufen ohne Wettkampfcharakter.

Nach Ende der Ausbildung interessierte es mich dann noch mal bis ins Detail,

was die Unterschiede beider Laufanfängerkurse, dem (leistungs)sportlichen

oder dem gesundheitsorientierten, ausmacht.

Das Wahlthema meiner Abschlussarbeit beim DLZ® stand fest.

Ich wollte einen Erfahrungsvergleich beschreiben, in dem ich meine Arbeit und Beobachtungen vor der Ausbildung (Vorher) mit der Arbeit danach (Nachher) vergleichen wollte.

 

Dazu zwei Beispiele am Ablauf eines Laufanfängerkurses.

 

 

Cool Down

 

Vorher:

Die Teilnehmer bzw. Teilnehmerinnen ("TN") kommen nicht als Gruppe von ihrer Laufeinheit zurück, sondern beenden ihren Lauf z.T. mit einem Endspurt,

oftmals noch von den Trainern dazu animiert.

Andere aus der Gruppe treffen völlig erschöpft im Ziel ein.

Die Gruppe bricht auseinander.

Es gibt die „guten“ und die „schlechten“ Läufer.

Obwohl das Trainingsprogramm, nach dem gearbeitet wird, deutlich von einem notwendigen Cool Down spricht, wissen die Trainer nicht um dessen Bedeutung

und können es darum den TN auch nicht vermitteln.

 

Nachher:

Die Gruppe bleibt bis zum Schluss geschlossen.

Der Trainer achtet darauf, das gemeinsam gelaufen wird und der Abschnitt Cool Down für eine bessere Regeneration eingehalten wird.

Die TN wissen um die Wichtigkeit des Cool Down

und können es nun auch allein anwenden.

Beim Cool Down wird die Erholung nach dem Training eingeleitet:

die Muskeln beginnen zu entspannen, Stoffwechselprodukte wie Laktat werden abtransportiert, die Herzfrequenz geht runter.

Ein Endspurt ist kontraproduktiv.

 

 

Die Atmung

 

Vorher:

Die Regel „Laufen ohne zu schnaufen“ reicht hier aus, um eine Überforderung der TN auszuschließen. Bei der Größe der Gruppe (20-30 TN) ist es den Trainern nicht möglich, alle TN im Blick zu haben, zumal etliche vorlaufen und andere hinten dran hängen.

Viele laufen mit hochrotem Kopf, Pressatmung (auch dabei kann man reden) oder hecheln. Das alles wird nicht sonderlich zur Kenntnis genommen, erst wenn die TN

vor Erschöpfung nicht mehr weiterlaufen können.

 

Nachher:

Die erste Regel beim lauftherapeutischen Ausdauerlaufen ist, dass sich die TN

locker unterhalten können und eine entspannte Atmung haben.

Wir sprechen vom aeroben Laufen.

Der Lauftherapeut hat seine TN im Blick (Gruppenstärke nicht über 12 TN)

und beobachtet ihre Atmung.

Er greift rechtzeitig ein, gibt Tipps, wie Nasenatmung, die eine bessere Kontrolle

über das Maß der Anstrengung geben und passt den Lauf an.

Die richtige und ausreichende Atmung ist wesentlicher Baustein

für ein aerobes Training mit guter Sauerstoffversorgung.

Der Lauftherapeut informiert seine TN über diese Zusammenhänge.

 

 

Fazit der Ausbildung

 

Es ist nicht der Laufplan (der wird überall angeboten, auch im Internet), sondern die Art der Umsetzung, Durchführung und Betreuung der TN und das umfangreiche Wissen des Lauftherapeuten, der aus einem simplen Laufanfängerkurs eine Lauftherapie macht.

 

Ich persönlich fühle mich durch die Ausbildung sicherer und trete überzeugender auf, wenn es darum geht die Lauftherapie in der Öffentlichkeit zu vertreten und meine TN

von der Richtigkeit zu überzeugen.

 

Mein größter Erfolg: Die allermeisten meiner Schüler haben das Laufen als Strategie

für ein besseres Leben entdeckt - im besten Fall sogar lebenslang.

 

 

Gesundheitssportliche Grüße

 

Annette Huettmann

 

 

 

 

 

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