ÜBER DAS LAUFEN | Lauftherapie

03.03.2019

Laufinstinkt+® Therapie und Training | Augsburg

ÜBER DAS LAUFEN | Lauftherapie

#Laufen #Bewegungsmangel #Stress #Ernährung #Ausdauersport #Laufanfänger #Laufeinsteiger #Lauftherapie #Marathon #Wettkampf #Trainer #Übungsleiter

 

 

Wie ich zum Laufen kam

 

Vor etwa 15 Jahren zeigte mir mein Arzt die gesundheitliche „Gelbe Karte“.

Anlässe waren die "üblichen Verdächtigen": Selbstmordversuche mit der Gabel", Übergewicht, Blutzucker, "Bewegungsmangel, fehlende Stresskompensation

im Beruf ... Im Gespräch malte mir mein Arzt aus, wo der Weg, auf dem ich mich befand, enden würde. Dafür bin ich ihm bis heute unendlich dankbar!

Hiernach zog ich die "Reißleine", stellte sukzessive meine Ernährung und mein  Ernährungsverhalten um und versuchte mich in verschiedenen Ausdauersportarten.

Hängen blieb ich beim Laufen.

 

Die, die mich damals dabei unterstützt hatten hießen Steve Jobs (weil er den iPod erfand), Kosta (der beste Kollege und Mitarbeiter, der mich mit Hörbüchern für den

iPod versorgte), Frank Schätzing (weil er das Hörbuch "Der Schwarm" veröffentlichte),

Pink Floyd, Franz Schubert, Mozart u.a. (weil sie mir den Soundtrack auf den iPod

zum Stück "Laufanfänger" lieferten).

Diese Menschen halfen mir deshalb so sehr, weil sie mich vergessen ließen,

dass ich lief, wie ich lief, wo ich lief und warum ich lief. Ich wusste lediglich,

mit wem ich lief - eben mit "Sigur Johansson (Protagonist aus "Der Schwarm"),

Franz Schubert, Mozart, Pink Floyd usw.

 

 

 

 

So erreichte ich zu meiner Verblüffung unbeabsichtigt und unangestrengt 

die 1h-Laufmarke. Bald darauf lief ich an einem wunderschönen Sonntag im Frühling durch die schöne Natur im Lech-Auenwald mit willkürlich durchsetzten Genusspausen ca. 6h. Den Soundtrack dafür lieferte aber nicht mehr der iPod, sondern die Stimmen, Gerüche, Bilder und Frühlingswärme der Natur.

Wieder zu Hause fühlte ich mich zwar physisch bedient, aber psychisch euphorisiert,

als ich halb erschrocken halb begeistert feststellte, dass die Distanz über 40 km lang war. Ab das WUSSTE ich: Ich kann es und das Laufen ist genau MEIN Ding!

Warum hatte mir das niemand gesagt?!

 

Ich fing an, mir Literatur über das Laufen zu besorgen.

Dabei fand ich meinen ersten "Guru": Herbert Steffny.

Ich verschlang seine Bücher und fing an, nach seinen Plänen zu trainieren.

Bald darauf fand ich meinen Trainer, der heute zu meinen besten Freunden gehört, damals aber noch als Speerwerfer und Triathlet auf der Olympischen Distanz bei den Deutschen Meisterschaften unterwegs war. Er stellte mich vom Freizeitläufer zum Wettkampfläufer um.

 

 

Im Jahr darauf lief ich meinen ersten Marathon im Wettkampf. Es folgte die Jagd auf immer neue persönliche Bestzeiten über 10km, Halb-Marathon und Marathon.

Ich war im Rausch. Während es bei meinem Trainer (er lief seit seinem 16. Lebensjahr und hatte die 50 überschritten) nur noch darum ging, die 40min/10km zu halten, ging es bei mir - dank des viel späteren Einstiegs - noch immer stetig bergauf. Es kam mir gar nicht in den Sinn, dass ich an läuferische Grenzen stoßen könnte. Erst die typischen leistungssportlich bedingten Verletzungen zeigten sie mir dann auf: Der "Motor" (das Herz-Kreislaufsystem) hatte nach meiner Überzeugung zwar noch immer Potential,

aber die "Anbauteile" (der Bewegungsapparat) fingen an, Tribut zu zollen.

Das akzeptierte ich und machte meinen Frieden damit.

Die Jagd nach neuen persönlichen Bestzeiten als Ziel wurde Geschichte.

Nichtsdestotrotz lief ich die gleichen Distanzen mit Leidenschaft weiter,

nur eben nicht mehr leistungsgetrieben sondern als "Genussläufer".

 

 

 

Was mir das Laufen gab und gibt

 

Es ging mir nun gesundheitlich "sehr gut".

Ohne es zu wissen, hatte ich mich wohl selbst, über das Laufen,

aus einer kritischen Lebenssituation heraustherapiert.

 

Da war aber noch etwas - etwas ganz besonderes - das ich deutlich fühlte,

ohne es aber erkennen und benennen zu können. Es war wie die unsichtbar verteilte Sahne in der Milch. Neben der körperlichen Ertüchtigung und der geistigen, kognitiven Frische, die ich über die "Sauerstoffdusche" in der freien Natur erhielt, um mir beim Laufen beste Ideen und Wege zu Problem/Projekt-Lösungen einfallen zu lassen, passierte mir beim Laufen immer noch etwas anderes - etwas magisches, mit einer so enorm hohen Energie wie sie sonst nur Musik, Kunst oder Liebe inne wohnt, so mächtig und stark, dass es mein ganzes Leben verändert hatte.

Ich wusste: dieses "Etwas" war der zentrale Grund, warum ich lief und um jeden Preis weiter laufen wollte, so als ob mein (nun laufzentriertes) Leben davon abhinge.

Ich glaubte nicht an "Laufsucht" und fand und finde die Diskussionen darüber bis heute nicht zutreffend - zumindest nicht für mich. Nein, es musste etwas anderes sein,

aber was?

 

​Es dauerte noch bis zum Jahre 2014 bis ich die Erklärung erhielt.

Auf dessen "Etikett" stand "Lauftherapie" und die Protagonisten hießen Deutsches Lauftherapiezentrum, Prof. Dr. Alexander Weber, Klaus Richter und Günther Bergs.

Den Begriff "Lauftherapie" hatte ich - trotz eines mutmaßlichen Festmeters studierter Laufliteratur - bis dahin nie gehört/gelesen.

Inzwischen habe ich mich zum Lauftherapeuten DLZ® ausbilden lassen und weiß,

dass alle am DLZ® beschäftigten und ausgebildeten Menschen den gleichen Weg "gelaufen" sind wie ich und alle die Frage nach dem o.g. gewissen "etwas" kennen

und jeder für sich, seine Antwort gefunden hat.

 

Meine Antwort heißt: es ist die Seele - meine eigene Seele, die ich im Laufen gefunden habe. Das Laufen ist die einzige Sportart, die ich kenne, die mir ein meditatives Erlebnis beschert. In einem "Flow", der sich bei mir beim Laufen in der freien Natur oft nach 30 bis 45 Minuten einstellt, begegne ich meiner eigenen Seele nun häufig. Dies ist für mich einzigartig. Es gibt nichts vergleichbares, was mir während all meiner Lebensjahre sonst begegnet wäre. Deshalb kann ich auch nicht benennen, "wie" es ist. Ein "wie" gibt es hier nicht. Es ist ein wenig so, wie wenn man erklären möchte, wie Dill riecht.

Es gibt nichts auf Erden das so riecht wie Dill.

 

 

Naturerlebnis vs. Fitness-Studio

 

Während einer Fachtagung im Jahre 2016 an der med. Hochschule in Bochum

fiel von "meinem" Professor der Satz: "Laufen auf dem Laufband im Fitness-Studio findet unter Kappung der Sinne statt." Damit traf er für mich den Kern dessen, was für mich den Unterschied zwischen Indoor- und Outdoor-Sport grundsätzlich ausmacht.

Die Wechselwirkung zwischen Körper und Psyche bedingt, dass Gesundheit und Wohlbefinden nicht nur eine Angelegenheit des biologischen oder körperlichen Systems ist, sondern unbedingt einer psychischen Entsprechung bedarf. Viele, die auf der Fitnesswelle im Studio mitreiten, sind nach einiger Zeit unzufrieden und frustriert,

denn es fehlt etwas - etwas für die Psyche. Psyche, Gedanken, körperliche Prozesse und Emotionen bedingen einander ständig und lassen sich nicht getrennt voneinander betrachten. Was ich damit meine, lässt sich beispielhaft hier erfahren:

http://www.laufinstinkt.de/single-post/2015/11/13/Sinnlicher-November-15-im-Auenland

 

 

 

 

Philosophie Lauftherapeut, Trainer und Übungsleiter

 

Genau dieser ganzheitlichen Wechselwirkung wird die bei Laufinstinkt+® praktizierte Lauftherapie gerecht und fehlt bei körper- und leistungsorientierten Fitness-Studios und Sportvereinen. Genau hier liegt m.E. auch der entscheidende Unterschied zwischen einem Lauftherapeuten DLZ® einerseits und einem Trainer und/oder Übungsleiter

mit DOSB-Lizenz andererseits.

Ich weiß wovon ich da schreibe, denn ich bin inzwischen sowohl als auch.

​Als Lauftherapeut DLZ®, Übungsleiter-C&B DOSB® (Prävention und Rehabilitation) sowie Trainer BLSV®, unterscheidet sich meine Arbeit als Lauftherapeut DLZ® bereits im Ansatz von der in den anderen Rollen. Dabei versuche ich nicht, meine Kursanten

zu einem bestimmten Leistungsziel zu führen, sondern dahin, dass sie mir den "Stab"

für eine systemische gesundheitsorientierte Lebensführung hinsichtlich Bewegung, Ernährung und Entspannung aus der während eines Kurses dargebotenen "Hand" nehmen und sich selbst darauf einlassen, selbstverantwortlich und aktiv ihre ersten Schritte auf diesem Weg zu gehen.

In dem Moment, in dem das gelingt, ist meine Hauptaufgabe erfüllt. Dann bin ich

als Lauftherapeut DLZ® nur noch der Freund, Begleiter, Motivator und Berater,

aber keinesfalls  Übungsleiter oder Trainer. Für meine Kursanten aber ist dann der Rest i.d.R ein Selbstläufer und sie wagen sich, nach Erreichen des Kursziels, zumeist auch

an andere Dinge ihres Lebens, vor denen sie sich vorher noch gefürchtet hatten.

 

 

"Entweder oder" und/oder "sowohl als auch"?

 

In Bezug auf die Vielzahl an Lauftrainern, Übungsleitern, Laufvereinen, Lauftreffs etc.

weiß man, dass deren Ziele beim Trainieren von Klienten i.d.R. wettbewerbsorientiert sind und auf (maximale) Leistungssteigerung ihrer Schützlinge abzielen.

Dass dies eine wunderbare Facette des Laufens ist, daran besteht kein Zweifel

und daran gibt es auch überhaupt nichts auszusetzen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass ein Anfänger auch eine wettbewerbsorientierte Ausbildung genießen möchte,

was nur Sinn macht, wenn er/sie sich in Wettbewerben mit anderen messen möchte.

Die wettkampforientierte Ausrichtung eines Trainings kann aber erst nach und nur für eine zunehmende Erfahrung zielführend sein. Zunächst muss das nötige Basisvermögen in Form einer fachlich geschulten Technik, hinreichenden Grundlagenausdauer und einem adäquaten Ernährungs- und Energiemanagement erarbeitet werden. Erst daraus kann begründete Zuversicht entstehen, das Ziel realistisch erreichen zu können.

 

Dies trifft aber auf die allerwenigsten Laufanfänger zu. Ganz im Gegenteil!

Der häufigste Grund des Abbruchs von Anfängern beim Lauftraining ist die rasche Überforderung wegen der in ihrem Falle falschen Zielsetzung "Leistungssport".

Leider lassen sich besonders laufunerfahrene Menschen von verkaufsgesteuerten Cover-Zeilen und Worthülsen, wie “Von Null auf Marathon in drei Monaten....” u.ä. beeindrucken und täuschen. Enttäuschte Laufanfänger, die zudem das Gefühl erhalten,

in der Laufgruppe nicht mithalten zu können oder ihr Pensum nicht schaffen,

bleiben der Laufgruppe aber schnell fern.

 

 

 

 

Alternativen

 

In den wärmeren Jahreszeiten bin ich oft und gerne auch auf dem Rennrad

und in einem Neopren-Anzug im Duathlon- oder Triathlon-Modus unterwegs.

Biken und Schwimmen bewirken in mir aber - wie andere Ausdauersportarten auch - nicht jenes außerordentliche mentale Erlebnis wie es mich beim Laufen durch Wald

und Flur im Wechsel der Jahreszeiten überkommt. Dies hat m.E. damit zu tun, das bei alternativen Ausdauersportarten im Freien zwar auch die Sinne aktiviert sind, dass diese aber die Umwelt nicht in ihrer ganzen Breiteiefe, wie beim Laufen, sondern nur durch den persönlichen Sicherheitsfilter bez. der Gefahren im Straßenverkehr / Wasser / Freiwasser eingeschränkt und vermindert detektieren können.

 

 

 

Interessiert, das Laufen auf diese Art und Weise kennenlernen zu wollen -?

Dann melde dich, wir reden darüber.

Gesundheitssportliche Grüße

 

 

Burkhard Boenigk

 

 

 

 

 

 

 

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