Im Prater blüh'n wieder die Bäume | Brief an S. 2018-04-28

04.05.2018

Laufinstinkt+® Schwaben Augsburg | Therapie und Training 
IM PRATER BLÜH'N WIEDER DIE BÄUME | Brief an S. 2018-04-29
#Laufen #Joggen #Wien #Alte_Donau #Wasserpark #Arbeiterbad #Prater #Donaukanal #Lusthaus #Nachmarkt

#Nussdorf #Grinzing #Wildkräuter

 

 

Liebe Freundin,

 

Bin wieder in Wien - endlich! Diese Stadt hat's mir angetan wie keine zweite.

Ergebe mich schon bald nach der Ankunft dem kulinarischen Kontrollverlust auf

Naschmarkt und Stadtbummel. Wieder lauern heimtückisch Kaiserschmarrn und Palatschinken an nahezu jeder Ecke auf mich. Dabei habe ich noch Glück, denn

die anderen Mittäter dieser Bande, z.B. die Marillenknödel, können mich erst im Spätsommer wieder heim suchen. Im letzten Jahr traten sie während jener Jahreszeit oft zu dritt auf. Zwei von ihnen hielten mich fest und der dritte flößte mir Grünen Veltliner ein - perfide, nicht wahr?

 

 

Ihre Komplizen, Sachertorte, Apfelstrudel, Topfenstrudel, Moor im Hemd, Powidltascherln, Alt-Wiener Suppentopf, Tafelspitz und jene, die in Frankfurt Wiener

und in Wien Frankfurter Würstchen heißen, etc. besorgten dann i.d.R. den Rest.

So war und bin ich noch immer deren fette Beute.

 

Heute bin ich ihnen aber entkommen - zumindest heute vormittag.

Ich laufe um die Alte Donau: 13 km in diesem schönen Stück Natur erfreuen alle Sinne. Vom U-Bahnhof Alte Donau komme ich nach dem Restaurant Kaisermühle ans Wasser der Unteren Alten Donau. Bei kurzen Stopps, um Photos zu schießen oder Augenblicke zu genießen, reflektiere ich, was sich seit dem letzten Mal verändert hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Höhepunkt dieser Laufstrecke ist der sich an das westliche Ende der Alten Donau anschließende Wasserpark. Bereits 1928 angelegt, ist hier aus einem infolge der 1875 erfolgten Donauregulierung verarmten Ödland ein grünes Naturparadies entstanden. Wasserschildkröten, inselgeschützte Vogel-Ressorts, alte Bäume und malerische Wasserlandschaften in sattem April-Grün prägen es. Photographen mit halbmeterlangen Teleobjektiven sitzen still und geduldig in respektvoller Entfernung zu ihren Objekten - warten, um letztlich doch noch ein Bild von deren Geheimnissen zu bekommen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich laufe langsam - jogge eher, um mich nicht selbst der Nachhaltigkeit der Momente und Einsichten zu berauben. Es ist warm, ein angenehmer leichter Wind reguliert die Körpertemperatur, es duftet betörend nach Weißdorn, Flieder und .... Wiener Schnitzel.

Das frische Grün, die leuchtenden Farben und Blickausschnitte sind eine Augenweide. 

Ich zupfe eine Blüte der roten Taubnessel und schmecke die Süße ihres Nektars.

Vögel schenken mir den akustischen Soundtrack zu diesem Sinnesfest. 

Zurück geht es an der Oberen Alten Donau, zuletzt teils durch, teils entlang

des alten Arbeiterbad-Parks, bis ich wieder meinen meinen Ausgangspunkt erreiche.

Ein wunderschöner Lauf!

 

 

 

 

Was nun - zurück in meine Studentenbude, duschen und dann ...(?)

Nein! Noch bekommt ihr mich nicht wieder in die Fänge, ihr Millirahmstrudel, Punschkrapfen, Zwetschgengröster und andere Wegelagerer!

 

Ich wage die Flucht. Entkomme ihnen mit der U-Bahn zum Praterstern, gelange mit Tunnelblick und krampfhaft an einen blauen Elefanten denkend und damit den süß lockenden Sirenenrufen der Topfenstrudel aus den Auslagen der Bäckerei Ströck widerstehend - zumindest für dieses Mal - schnell zur Hauptallee des Praters und laufe noch einmal 10 km in diesem wunderschönen Park, bis zum Donaukanal und zurück.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die ganze Kraft dieses herrlichen alten Parks überfällt mich und schafft mir mit fast überbordenden Empfindungen einen Kloß im Hals. Die Schönheit der blühenden Kastanien lässt mich innerlich niederknien. Hier schäumt die Natur.

Ich bin berauscht.

 

Im Prater blühn wieder die Bäume
In Severing grünt schon der Wein
Da kommen die seligen Träume
Es muss wieder Frühlingszeit sein
Im Prater blühn wieder die Bäume
Es leuchtet ihr duftendes Grün
Drum küss, nur küss nicht säume
Denn Frühling ist wieder in Wien

(Robert Stolz)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So viele Wildkräuter: flächendeckender Bärlauch, Scharbockskraut, Labkraut, Giersch, Vogelmiere, Lungenkraut, Spitz- & Breitwegerich, Gelbe und Rote Taubnessel sowie die üblichen Verdächtigen Gänseblümchen und der noch immer in Massen leuchten gelb blühende Löwenzahn. Es scheint mir der heuer vorweg genommen Monat Mai zu sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hinter dem Lusthaus - der Angstschweiß tritt auf die Stirn, das Blut gefriert - sehe ich es!

Das kleine Gebäude auf der linken Seite, wieder als argloses Rasthäuschen getarnt.

Letztes Jahr erlegten sie mich dort - schafften es, sich mir unentbehrlich zu machen. 

Die zwei besten Marillenknödel, die ich je aß.

Werde ich es schaffen, daran vorbei zu kommen, ohne rückfällig zu werden -?!

Nein, ich schaffe es nicht, gehe wieder in die Falle, oute mich deprimiert als Junkie

und erkundige mich am Tresen - heuchelnd mäßiges Interesse vortäuschend,

um keine schlafenden Hunde zu wecken - nach meinen Bezwingern: 

"Nein, erst wieder ab Juli? O.k., vielen Dank!". Glück gehabt!

Noch einmal davon gekommen, kann ich so unbeschadet weiterlaufen.

 

"Nein er sei unpässlich und könne heute leider nicht kommen, aber morgen bestimmt" höre ich im Vorbeilaufen einen Einheimischen zu einer Gruppe von Japanern sagen.

Wer war gemeint - der Kaiser?

 

​Mehr von den guten Freunden - allesamt auch Ernährungstrainer, Lauftherapeuten oder Marillenknödelgefährdete - im Lokal Salzberg in der Magdalenenstraße 17, mit Annett, Sabine, Dijana, Audrey, Michaela, Walter und Michael, vom Treffen mit Johannes und Dudu auf dem Naschmarkt sowie vom Ausflug mit Karin und Christian nach Nussdorf und Grinzing das nächste Mal. 

 

 

​Gesundheitssportliche Grüße

 

Dein ergebener Freund B.

 

 

 

 

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