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STRATEGIE GEGEN ÜBERGEWICHT | Laufinstinkt+® Ernährungstraining


Laufinstinkt+® Therapie & Training | Augsburg

STRATEGIE GEGEN ÜBERGEWICHT

Ernährungstraining


Dr. Burkhard Boenigk | Laufinstinkt+®
Dr. Burkhard Boenigk Laufinstinkt+® Ernährungstraining

Im Angebot von Laufinstinkt+® steht ein Therapie-

und Trainingssystem, das Bewegung, Ernährung, Entspannung und Kräuterpädagogik auf aktive Art und Weise miteinander verknüpft. Nicht die Ausnahme, sondern die Regel ist, dass mich meine Klienten in den Lauf- und Bewegungskursen von Laufinstinkt+® früher oder später nach einer gesundheitssportbegleitenden Ernährungsweise fragen – vorzugsweise zur Erhöhung der Nährstoffdichte und Verringerung der Schadstoffbelastung, insbesondere aber zur Gewichtsoptimierung.


An dieser Stelle lassen grüßen:

Wohlstandssyndrom + "Digitalitis" + sämtliche mir bekannten Diäten,

die allesamt nicht daran scheitern, ein Zielgewicht zu erreichen,

sondern an ihrem Mangel daran, es konsolidieren - es also nachhaltig bewahren zu können.


Als Antwort darauf, steht im Angebot von Laufinstinkt+® Therapie & Training

auch ein gezielt darauf zugeschnittener Ernährungstrainingskurs:

MetaboFit ist ein Gesundheitskonzept

zur ganzheitlichen Fitness + Vitalität für Körper, Seele und Geist.

Mit einer Breitbandstrategie umfasst es die Moduln

Ernährung + Bewegung + Entspannung.



Abb.1:  Laufinstinkt+® MetaboFit Ernährungstraining, schematisch.
Laufinstinkt+® MetaboFit Ernährungstraining, schematisch
Abb.1:  Übergewicht - was tun? | Laufinstinkt+® Ernährungstraining
Übergewicht - was tun? | Laufinstinkt+® Ernährungstraining












im Verband der Parameter erster Ordnung in MetaboFit stehen auch die Ballaststoffe.

Die definieren u.a. unser "zweites Gehirn": das Mikrobiom im Darm.

Damit offenbaren sie sich gleichsam als eine der mitbestimmenden Einflussgrößen

erster Ordnung, auf unser gesundheitliches Wohlbefinden / Unwohlbefinden.

Passen dazu, ein gerade auf "Ratgeber der Gesundheit" erschienener Artikel,

den ich hier nachfolgend in gekürzter Form wiedergebe.



* * *



Der Schlüssel gegen Übergewicht

Kann eine fast vergessene Therapie das Abnehmen revolutionieren?


Das Rätsel der „schlanken Linie“:

Wie kann es sein, dass viele Menschen, die eigentlich auf ihre Ernährung achten oder die eine Diät nach der anderen machen, einfach nicht abnehmen oder ihr Gewicht nicht halten können? Und wie kann es sein, dass andere anscheinend essen können, was sie wollen, ohne dass sie zunehmen? Eine auf jahrzehntelanger Forschung basierende Entdeckung bringt nun die Gründe dafür ans Licht und könnte für viele Betroffene die Lösung sein.


Man schrieb das Jahr 2001. Professor Joshua Lederberg, fast 50 Jahre zuvor für seine Pionierarbeit im Bereich der Bakterienforschung mit dem Nobelpreis ausgezeichnet, prägte in diesem Jahr einen Begriff, der ein Schlüsselwort für die medizinische Forschung des 21. Jahrhunderts werden sollte: das Wort „Mikrobiom“. Unter diesem einprägsamen Begriff verstand er die riesige Gemeinschaft der Bakterien in unserem Darm. Diese Bakterien waren bis dato als Quelle von Gesundheit oder Beschwerden weitgehend ignoriert worden – was Lederberg unbedingt ändern wollte. Doch dass daraus für Millionen Menschen der Schlüssel zu einem schlanken Körper werden könnte, ahnte er wohl selbst noch nicht.



Die Grundlage: Die Forschung in den letzten 20 Jahren


Zwar forschten einzelne Wissenschaftler auch vorher zu dem Thema und versuchten, die Bedeutung der Bakterien für verschiedene Aspekte des Lebens zu beleuchten. Doch ab den 2000er-Jahren stieg das Interesse der Forscher rapide; nicht zuletzt, weil es durch die sinkenden Kosten für die Ganzgenomsequenzierung (Aufschlüsselung des Erbgutes) möglich wurde, Organismen aus Proben zu identifizieren, ohne sie kultivieren zu müssen – was eine ganzheitliche Betrachtungsweise überhaupt erst ermöglichte.


In der Folge entstanden große Mikrobiomprojekte (welche die Bakterien erforschten, die unseren Darm besiedeln wie das „Human Microbiome Project“ (ab 2007) oder das „American Gut Project“ (ab 2012). Heutzutage werden pro Jahr über 20.000 wissenschaftliche Arbeiten zum Thema veröffentlicht. Was diese Studien entschlüsseln, ist in der Tat revolutionär: Die Bakterien in unserem Darm beeinflussen nicht nur den Darm selbst, sondern unseren ganzen Körper! Forscher entdeckten Verbindungen zu anderen Organen, zum Gehirn, ja sogar zu psychischen Krankheiten.


In diesem Meer an entstehendem Wissen gab es einzelne Gebiete, in denen Forscher ein besonders hohes Potenzial an Therapieoptionen vermuteten. Eines dieser Gebiete war das Thema Übergewicht; denn dass zwischen den Bakterien im Darm und der Verdauung ein Zusammenhang bestehen könnte, erschien besonders plausibel.


Dabei stellte man sich die Frage: Könnte es nicht auch an einem unterschiedlich zusammengesetzten Mikrobiom, also welche Bakterien unseren Darm besiedeln, liegen, dass manche Menschen praktisch nie zunehmen und andere bereits ein paar Kilo mehr auf den Rippen haben, wenn sie ein Stück Kuchen auch nur anschauen?



Welche bahnbrechenden Erkenntnisse die Forscher gewannen


Damit schlug die Stunde des früheren Harvard-Forschers und heutigen Professors an der University of California, Peter J. Turnbaugh. Zunächst untersuchte Turnbaugh, damals Doktorand am Lehrstuhl des als „Vater des Mikrobioms“ bekannt gewordenen Prof. Jeffrey I. Gordon, das Darmmikrobiom von menschlichen Zwillingspaaren. Das Besondere bei den Studienteilnehmern: Je ein Zwilling war schlank, der andere übergewichtig. Dabei zeigte sich, dass zwischen den übergewichtigen (nicht verwandten) Studienteilnehmern Gemeinsamkeiten bestanden, die sie sogar von ihren eigenen, schlanken Zwillingen unterschieden: Die übergewichtigen Teilnehmer hatten eine signifikant verringerte Vielfalt und veränderte Zusammensetzung der Darmbakterien. Die Erkenntnis: Das Mikrobiom, insbesondere eine verringerte Vielfalt der Darmbakterien, und Übergewicht hängen zusammen! Doch wie könnte man diese Erkenntnis nutzen, um Übergewichtigen zu helfen?

Die geniale Idee dazu hatte Turnbaugh im nächsten Schritt: Um zu sehen, ob ein verändertes Mikrobiom tatsächlich auch eine Gewichtsveränderung nach sich ziehen könnte, startete er einen Versuch mit Mäusen. Er teilte die Tiere in seinem Labor in 2 Gruppen: Einer Gruppe wurde das Darmmikrobiom, also die Bakterienlandschaft aus dem Darm von schlanken Mäusen eingepflanzt, der anderen Gruppe das von übergewichtigen Mäusen. Im Anschluss stellte Turnbaugh sicher, dass beide Gruppen das exakt gleiche Futter erhielten, sodass er sicher war, dass eine eventuelle Gewichtsveränderung nicht mit der Ernährung zu tun haben konnte. Die bahnbrechende Erkenntnis: Die Mäuse, die das Mikrobiom von übergewichtigen Mäusen erhalten hatte, nahm signifikant mehr an Gewicht zu als die Gruppe, die das Mikrobiom von schlanken Mäusen erhalten hatte.


Vanessa K. Ridaura von der Washington University in St. Louis, an der auch Turnbaugh gearbeitet hatte, verknüpfte die beiden vorgenannten Versuche: Sie übernahm die Idee einer Studie mit menschlichen Zwillingen und suchte, wie Turnbaugh, Zwillingspaare, bei denen jeweils ein Zwilling schlank und der andere übergewichtig war. Nun nahm sie deren Mikrobiom und pflanzte es Mäusen ein. Eine Gruppe Mäuse erhielt das Mikrobiom des jeweils schlanken, die andere das des jeweils übergewichtigen Zwillings. Das Ergebnis: Die Mäusegruppe, die das Mikrobiom der übergewichtigen menschlichen Zwillinge erhalten hatte, nahm erheblich mehr an Gewicht zu als die Gruppe, die das Mikrobiom der schlanken Zwillinge erhalten hatte.


Doch auch Turnbaughs Neugier war noch nicht am Ende und er führte weitere Studien durch: So konnte er zeigen, dass sich bei Mäusen, die eine Magenverkleinerung erhielten, auch das Mikrobiom veränderte; insbesondere 2 Bakteriengattungen nahmen signifikant zu, Proteobakterien und Verrucomikroben. Als er dann dieses veränderte Mikrobiom Mäusen einpflanzte, die keine Magenverkleinerung erhalten hatten, verloren diese trotzdem signifikant an Gewicht – was zeigte, dass die veränderte Bakterienwelt in Wirklichkeit einen erheblichen Beitrag zum Gewichtsverlust der untersuchten Mäuse leistete.


Einen anderen Weg, den Einfluss des Mikrobioms auf eine Gewichtszunahme zu zeigen, wählte eine Gruppe um Luoyi Zhu von der University of Zhejiang in China: Sie mästete Mäuse mit einer sogenannten HFD (Hoch-Fett-Diät). Ein Teil der Mäuse erhielt zusätzlich das Mikrobiom von muskulösen (also nicht übergewichtigen) Wildschweinen. Die Mäuse, die das „sportliche“ Mikrobiom erhalten hatten, nahmen deutlich weniger Gewicht zu als solche, die es nicht erhalten hatten; die Zufuhr dieses Mikrobioms hatte also geholfen, weniger zuzunehmen.


So unglaublich es scheinen mag: Die Wirkung einer Übertragung des Mikrobioms geht noch weiter. Forscher der Universität Chicago konnten zeigen, dass allergische Mäuse durch Übertragung des Mikrobioms eines Nicht-Allergikers von ihrer Allergie geheilt werden können; und Forscher der University of East Anglia konnten sogar nachweisen, dass bei alten Mäusen durch die Übertragung des Mikrobioms von jungen Mäusen ihre Alterungsprozesse in Gehirn, Darm und Augen umgekehrt werden können!


Somit konnten verschiedenste Forscher auf unterschiedlichen Kontinenten zeigen, dass das Mikrobiom einen entscheidenden Einfluss auf diverse Beschwerden hat. Nicht zuletzt darauf, wie wir Nahrung verarbeiten und in der Folge übergewichtig werden bzw. bleiben – oder eben nicht. Doch: Wie ist es eigentlich möglich, dass Forscher den Mäusen die unterschiedlichen Mikrobiome überhaupt einpflanzen konnten? Und wie könnte man das im nächsten Schritt tatsächlich für Menschen therapeutisch nutzbar machen?


Neue Wege der Wissenschaft – auf jahrtausendealtem Wissen aufbauend


Um ihre Studien durchführen zu können, griffen die Forscher auf eine uralte Methode zurück: die Stuhltransplantation. Dabei ist das Ziel, den Patienten mit dem Darmmikrobiom einer anderen Person zu versorgen. Der Grundgedanke: Bei Personen mit Neigung zu Übergewicht ist, wie die obigen Studien gezeigt hatten, die Anzahl und Vielfalt der „richtigen“ Bakterien im Darm reduziert. Um die Beschwerden zu lindern, muss die Person mit einem Mikrobiom versorgt werden, in dem die „richtigen“ Bakterien in ausreichender Anzahl vorhanden sind.


Mit diesem Gedanken griffen die Wissenschaftler jahrtausendealtes Wissen auf. Denn bereits im China des 4. Jahrhunderts nutzten Ärzte wie der berühmte chinesische Arzt Ge Hong die Aufnahme eines gesunden Mikrobioms für verschiedene Beschwerden des Magen-Darm-Trakts. Die Darreichung war allerdings eher unappetitlich: Ge Hong therapierte Patienten durch die orale Zuführung von menschlichem Stuhl! Später, im 16. Jahrhundert, wurde diese Darreichungsform etwas blumiger als „gelbe Suppe“ oder „goldener Sirup“ umschrieben – von einem erheblichen Ekel bei der Einnahme darf wohl dennoch ausgegangen werden; jedenfalls kann man das durchaus als Vorform der Stuhltransplantation sehen.


Heutige Stuhltransplantationen, auch fäkaler Mikrobiota-Transfer (FMT) genannt, erfolgen anders. Das Verfahren: Der Stuhl eines Spenders wird gefiltert und von Verdauungsresten befreit. Anschließend werden die lebenden Darmorganismen dem Empfänger zugeführt. Das ist allerdings auch heute nicht angenehm, wenn auch nicht mehr so Ekel erregend wie früher: Die Zuführung erfolgt heutzutage über eine Magen- oder Dünndarmsonde, eine Koloskopie oder über spezielle Kapseln, von denen an einem Tag bis zu 30 Stück eingenommen werden müssen – auch nicht zwingend appetitlich.



Nachteile einer Stuhltransplantation


Leider ist eine Stuhltransplantation nicht ohne Risiken und obendrein aufgrund des oben beschriebenen Prozesses teuer. Daher ist sie nur selten die Therapie der ersten Wahl – trotz ihres Nutzens. So warnt die amerikanische Behörde FDA vor möglicher Übertragung von Pathogenen, Erkrankungen und multiresistenten Keimen des Spenders auf den Empfänger. Um hier das Risiko zu reduzieren, ist die Suche nach einem geeigneten Spender aufgrund vieler Voruntersuchungen aufwendig; doch selbst dann kann das Risiko eines Schadens nie völlig ausgeschlossen werden.


Daneben ist der Prozess in jeglicher Darreichungsform unangenehm: Sei es im Rahmen einer Koloskopie (Darmspiegelung), wo ein Endoskop in den Darm rektal eingeführt wird, oder auch als Kapseln, wo bis zu 30 Kapseln mit den genannten Stuhlkomponenten an einem Tag geschluckt werden müssen.

Daher ist die Stuhltransplantation auch keine verbreitete Therapieoption, und wird lediglich bei sehr spezifischen Erkrankungen als sogenannter „individueller Heilversuch“ verwendet.



***



Lauftraining, Ernährungstraining und Kräuterpädagogik bei Laufinstinkt+®

zur Bildung einer eigenen, aktiven Breitband-Gesundheitsstrategie.

Interessiert daran?

Dann melde dich, wir können darüber reden!

Ernährungsgesundheitssportliche Grüße

Burkhard Boenigk




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Dr. Burkhard Boenigk ist Lauftherapeut DLZ®. 2016 gründete er das gesundheitsfördernde Unternehmen Laufinstinkt+® Therapie & Training Augsburg. Dessen Fachkompetenz hat

er als diplomierter Ernährungstrainer + Kräuterpädagoge VA®, Übungsleiter-B DOSB® Prävention + Rehabilitation, Übungsleiter-B DOSB® für Entspannungsverfahren zur Stressbewältigung, Trainer DOSB® Nordic Walking, Blind-Jogging-Guide SZB® und Fachtrainer Diabetikersport Basis DDG® breit aufgestellt. Im gesundheitsorientierten Angebot von Laufinstinkt+® stehen, neben der Lauftherapie, wettbewerbsfreies Lauf-Coaching, Ernährungsstrategien, Kräuterpädagogik und Entspannungsverfahren

zur Stresskompensation. Er ist organisiert, im Dachverband für freie, beratende und Gesundheit fördernde Berufe FG® (https://www.freie-gesundheitsberufe.de/). Beruflich organisiert ist er im Verband

der Lauftherapeuten VDL®, nach dessen QM-System er zertifiziert ist und dessen Vertreter er für Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Thüringen ist (https://www.lauftherapie-vdl.de/de/). Vom DOSB® und

der Bundesärztekammer wurde er für seine nach gemeinsamen verbindlichen Grundsätzen und Qualitätskriterien sichergestelltes Angebot im präventiven Gesundheitsbereich mit den Qualitätssiegeln "Sport Pro Gesundheit"

und Zentrale Prüfstelle Prävention ausgezeichnet.

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Anmerkung

Die in diesem Artikel veröffentlichten Empfehlungen, Rezepte und Anleitungen wurden vom Verfasser sorgfältig erarbeitet und geprüft. Eine Garantie kann dennoch nicht übernommen werden. Ebenso ist die Haftung des Verfassers für Personen-, Sach-

und Vermögensschäden ausgeschlossen.



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