FRUCHTZUCKER UND FETTSTOFFWECHSEL | Ernährungstraining, Kräuterpädagogik


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FRUCHTZUCKER UND FETTSTOFFWECHSEL

Ernährungsstrategie


Fruchtzucker sei gesünder als Haushaltszucker und Obst mache nicht dick

– was für ein Irrtum!

Zucker aus Früchten setzt sogar besonders schnell an

und wandelt sich in ungesundes Bauchfett.

Totaler Obstverzicht ist trotzdem nicht nötig.

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Gefährliches Bauchfett

Von welchen Obstsorten Sie nicht viel essen sollten

Quelle: Focus-Online 19.09.2019, Autorin: Petra Apfel

Bis vor wenigen Jahren warben Diät-Produkte noch damit, dass in ihnen ausschließlich der gute, gesunde Fruchtzucker stecke. Viele Übergewichtige haben gern danach gegriffen und sich gewundert, dass sie nicht abnehmen.

Auch heute ist vielen noch nicht bekannt, dass es keinen qualitativen Unterschied zwischen einem Löffel Haushaltszucker und Fruchtzucker gibt – außer dass letzterer besonders dick macht. Und dass, obwohl in beiden die gleiche Kalorienmenge steckt: 400 Kilokalorien auf 100 Gramm.

Fruchtzucker greift in den Fettstoffwechsel ein

Einen ersten Nachweis, dass Fructose dick macht, indem es den Fettstoffwechsel beeinflusst, lieferte eine Studie vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung

in Potsdam an Mäusen. Dass Fructose schnell in Bauchfett umgewandelt wird,

hat vor einigen Jahren auch ein Experiment an der Universität von Kalifornien gezeigt: Eine Gruppe Freiwilliger holte sich zehn Wochen lang 25 % ihrer Energie aus Traubenzucker beziehungsweise Fructose.

Alle Testpersonen nahmen mit rund 1,5 kg gleich viel zu

– die Fructose-Probanden aber vor allem am Bauch.

Besser Rohkost-Teller als Obstsalat

Das ist weniger aus optischen Gründen bedenklich als aus gesundheitlichen:

Fettpolster in der Körpermitte haben sich als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und sogar Krebs erwiesen.

Die altbekannte Ernährungsempfehlung „5 Portionen Obst und Gemüse täglich“

sollte also überwiegend durch Gemüse abgedeckt werden: Karottensticks statt Trauben oder einmal einen "grünen" Smoothie mit Babyspinat und Kräutern probieren.

Dann kämen wir auch runter von den 100 g Zucker, die wir täglich konsumieren,

zum Beispiel in süßen Getränken, Snacks und Fertiggerichten.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO rät zu maximal 25 g Zucker pro Tag.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung spricht etwas vage

von erlaubten „kleinen Mengen“.

Fruchtzucker hat seine Vor- und Nachteile

Verglichen mit anderem Zucker hat Fructose dennoch Vorteile:

Der Blutzuckerspiegel steigt langsamer.

Das beugt Heißhungerattacken vor und verringert das Diabetes-Risiko.

* Die Süßkraft ist stärker.

Fruchtzucker kann also sparsamer eingesetzt werden.

Das spart Kalorien.

*

Andererseits vertragen viele Menschen Fruchtzucker nur schlecht.

Essen sie größere Mengen rohes Obst, rebelliert ihr Darm mit Blähungen oder Durchfall.

Das kann auch bei stark gesüßten Fertigprodukten passieren.