LAUFTHERAPIE GEWINNT AN BEDEUTUNG | Lauftherapie, Laufkurse, Lauftraining


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LAUFTHERAPIE GEWINNT AN BEDEUTUNG

Lauf-Coaching

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​​ HotSpot bei der Ausrüstung im Laufsport

sind die Laufschuhe. Sie haben entscheidenden Anteil daran, ob sich beim Laufen Freude oder Frust einstellt. Ihre biometrische und materielle Entwicklung hat während der letzten Jahre

zu bemerkenswerten Ergebnissen geführt.

Als Lauftherapeut DLZ® bin ich

im Berufsverband der Deutschen Lauftherapeuten VDL® und im

Dachverband Freie Gesundheitsberufe

organisiert und für den VDL®

als regionaler Vertreter für Bayern, Mecklenburg-Vorpommern,

Sachsen und Thüringen tätig.

Kürzlich hat der VDL® an der Sporthochschule in Köln einen WorkShop gemeinsam mit dem Laufschuh-Hersteller HOKA ONE ONE

durchgeführt. Einen daraus entstandenen Beitrag gebe ich hier leicht gekürzt wieder:

Wie Lauftherapeuten Menschen mit Handicap zum Laufen bringen

Laufen kann dein Leben verändern. Läufer wissen das. Manche Menschen tun sich schwer, den ersten Schritt zu gehen. Wer zum Beispiel an psychischen Störungen wie Depressionen oder Burn-out leidet, braucht oft Unterstützung, um die Vorzüge des Laufens in sein Leben integrieren zu können. Ausgebildete Lauftherapeuten helfen dabei, Menschen mit Handicap an die Hand zu nehmen.

Jeder hat die Chance auf ein neues Leben. Man muss sie nur nutzen. So wie Jörg.​​

Der Berliner läuft seit über 15 Jahren. Ein Leben ohne Laufen? „Das kann ich mir nicht mehr vorstellen“, sagt Jörg. Er denkt kurz nach. „Das Laufen schützt mich, es hat meinem Leben einen neuen Sinn gegeben“, fügt er an. Jörg ist trockener Alkoholiker – seit rund 20 Jahren. Und seit gut drei Jahren arbeitet er als ausgebildeter Lauftherapeut, um anderen Menschen mit seiner Erfahrung und seinem Wissen zu helfen.

Jörg ist groß, schlank, sportlich. Der 50-Jährige arbeitet an einer Klinik für Drogen-, Alkohol- und Medikamentenabhängige in Berlin. „Ich wusste ja, wie gut mir das Laufen tut. Als ich dann auch beruflich mit Suchtkranken zu tun hatte, dachte ich mir, warum sollte ihnen das Laufen nicht auch helfen, so wie mir selbst?“ Er suchte nach Möglichkeiten, sich professionell fortbilden zu lassen. Und stieß auf die Ausbildung zum Lauftherapeuten. Jörg ist so etwas wie ein typisches Beispiel. „Ein ganz wichtiger Aspekt der Lauftherapie ist Empathie“, sagt Klaus Assenmacher, Vorsitzender des Verbands der Lauftherapeuten e.V. (VDL). „Man kann sich in die Probleme seiner Klienten ganz anders hineinversetzen und kennt deren Gefühlslage, wenn man selbst ähnliche Erfahrungen gemacht hat“, so Assenmacher.

Emotionen neu empfinden
Jörg kann das nur bestätigen. „Als Suchtabhängiger lernst du, deine Emotionen über Alkohol oder andere Drogen zu regulieren. Das Laufen hilft dir, diese Emotionen auf
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eine andere Art und Weise zu empfinden.“
So war es auch bei ihm selbst. Seit drei Jahren betreut Jörg mittlerweile Gruppen von ehemals Abhängigen. „Wir haben viele sogar bis zum Marathon geführt, das muss aber nicht das Ziel sein. Wichtig ist, die Menschen überhaupt für Sport zu begeistern, sie lernen dabei ein ganz neues Körpergefühl kennen.“
Jörg ist einer von derzeit gut 100 aktiven Lauftherapeuten in Deutschland.
Die meisten haben ihre Ausbildung am Deutschen Lauftherapiezentrum in Bad Lippspringe absolviert, das schon 1988 von Prof. Dr. Alexander Weber gegründet worden ist. Weber gilt als Begründer des therapeutischen Laufens.

Andere Therapeuten wie Ulli haben ihre Ausbildung bei der Deutschen Gesellschaft

für Verhaltenstherapie in Würzburg bei Prof. Bartmann absolviert. Ulli lebt und arbeitet

in Bonn. „Zu mir kommen Menschen, die Schwierigkeiten haben, sich überhaupt zu motivieren. Ich helfe ihnen dabei, den Einstieg zu finden, damit das Laufen regelmäßiger Bestandteil ihres Lebens werden kann.“