LAUFTHERAPEUTIN, LAUFTHERAPEUT | Laufinstinkt+® Buchempfehlung

Laufinstinkt+® Therapie & Training | Augsburg

LAUFTHERAPEUTIN, LAUFTHERAPEUT | Laufinstinkt+® Buchempfehlung


Gerade ist ein neues Buch erschienen, das einmal mehr die Lauftherapie behandelt.

Davon gab es bereits zahlreiche, in denen es aus unterschiedlicher Sichtweise m.E. stets gelang, die Philosophie der Lauftherapie zu ihren Leser:innen erfolgreich zu transportieren.



Dieses neue Buch halte ich allerdings für besonders bemerkenswert - deshalb,

weil es nicht, wie bisher, vom Standpunkt einer der Bildungsstätten von einem/einer

ihrer Protagonist:innen geschrieben wurde, sondern aus Sicht der Absolventen

(in diesem Falle Absolventen des Deutschen Lauftherapiezentrums DLZ®)

für solche, die sich dafür interessieren, es werden zu wollen.

Hier wird die Lauftherapie von der anderen Seite derselben Medaille betrachtet

- analog einem Glas mit Wasser, dass halb voll wie halb leer ist,

was trotzdem weder das Gleiche noch dasselbe ist.

ISBN 878-3-96423-085-0

arete-verlag



Der Herausgeber Wolfgang W. Schüler

hat darin einen Dreiklang zusammengestellt.


1

Eine Skizzenmappe individueller Entwicklungen der Arbeit von Lauftherapeut:innen,

nicht während, sondern nach deren Ausbildung am Deutschen Lauftherapiezentrum DLZ®,

allesamt aus der Innensicht schildernd, was sie wann, wie und warum

daraus machten.


2

FAQs zur Lauftherapie,

wie sie sich Interessierten stellen.


3

Einem Geleitwort von Dr. Theresa Kostrubala,

der weltweit ersten ausgebildeten Lauftherapeutin;

nachfolgend mit Erlaubnis der Autorin und des Buchherausgebers

in Gänze wiedergegeben:



Geleitwort

von Dr. Teresa Kostrubala

Keine Frage: Laufen hat mein Leben und das meines Mannes verändert. Es hat unser Leben so dramatisch verändert, dass mein Mann, Dr. med. Thaddeus Kostrubala, ein Buch über seine lebensverändernde Erfahrung geschrieben hat: “The Joy of Running“, erschienen 1976.

Diese lebensverändernde Erfahrung begann in den frühen 70er Jahren, als Thaddeus sein eigenes Leben veränderte, indem er anfing zu laufen, Gewicht zu verlieren und sein Herzkreislaufsystem zu stärken. Zu dieser Zeit liefen nicht viele Menschen und die Fachwelt war sich überhaupt nicht der tiefgreifenden Veränderungen bewusst, die das Laufen bei den Menschen hervorrufen konnte. Sie standen dem Wandel beruflich und zwischenmenschlich skeptisch gegenüber. In den frühen 70er Jahren gab es in den Vereinigten Staaten nur etwa 7 oder 8 Marathonläufe. Aber als immer mehr Menschen liefen, stieg die Zahl der Läufe. Jetzt gibt es jedes Jahr über 1000 allein in den Vereinigten Staaten.

In seiner beruflichen Arbeit als Psychiater im örtlichen Krankenhaus hatte Thaddeus viele Patienten, denen Medikamente allein nicht halfen. So entwickelte er das Konzept der Lauftherapie und Paläoanalyse als neue Therapieform, um seinen Patienten zu helfen. Die American Psychiatric Association steckte in der Idee stundenlanger inhäusiger Therapie in Ruhelage fest. Dr. Kostrubala entwickelte die entgegengesetzte Idee, nach draußen zu gehen und aufrecht zu sein, wobei der Patient entweder geht oder läuft.

Er begann, eine Gruppe in Lauftherapie für Erwachsene zu unterrichten, die daran interessiert waren, Lauftherapeuten zu werden. Die Voraussetzungen waren, dass sie eine Art Studium der Soziologie oder Psychologie abgeschlossen hatten. Ich war klinische Psychologin und fand die neue Therapie äußerst erfolgreich und fortschrittlich. Wir haben auch die International Association of Running Therapy gegründet, um Informationen über die Vorteile der Lauftherapie bekannt zu machen und mit anderen zu teilen.

Eines der erstaunlichsten Dinge war, wie sich die Patienten öffneten und anfingen zu reden und sich auszudrücken, wenn sie draußen und in Bewegung waren. Ihre Fähigkeit, Probleme in ihrem täglichen Leben zu lösen, nahm zu. Frauen wurden selbstbewusster. Männer fanden neue Freiheiten, um ihre Gefühle offener auszudrücken. Und Paare, bei denen nur einer von ihnen mit dem Laufen oder Walken begann, entwickel