MAI-NOTIZEN 2016 | Lauftherapie, Laufkurse, Lauftraining


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MAI-IMPRESSIONEN 2016 | Lauf-Coaching

Mai | Natur | Jahreszeiten | #Gesundheitssport | #Dauerlauf | #Laufschuhe | #Rennrad

#Übungsleiter | #Breitensport

01. Mai ... Ruhiger 10km-Dauerlauf bei 75% meiner maximalen Herzfrequenz ("HFmax").

... Kurzes Laufdress, denn es ist angenehm warm.

... Eine erste Blindschleiche und ein erstes Reh kreuzen in diesem Jahr meinen Laufweg

... Auch die Wildpferde begrüßen mich wieder an vertrauter Stelle.

... Wieder entdecke ich einen neuen Laufweg in diesem wunderbaren Lechwald. Das ist mir die letzten 10 Jahre zu oft passiert, als dass ich noch darüber erstaunt sein könnte. So habe ich gelernt, diesbezüglich das unerwartete zu erwarten.

... Eine Pfütze, auf der sich etwa 20 Wasserläufer sonnen – faszinierend, wie sie durch ihr geringes Gewicht die Oberflächenspannung des Wassers mit ihren hydrophoben, haarfeien Beinchen nutzen können.

... Au! Plötzlich ein kapitaler Stein in meinem Schuh.

Rate, wie er sich dort hineingeschlichen hat -.

... Abschied (nach 1.500 Lauf-km) von den besten Laufschuhen, die ich jemals hatte. Dieser Adidas „Adios Boost“ hat es tatsächlich geschafft, meinen bis dato so geschätzten Asics „DS Trainer“ vom Thron zu stoßen, der dort seit vier Laufschuh- generationen unangefochten regierte. Der König ist tot, es lebe der König!

03. Mai

... Flotter Dauerlauf: 10km am Lech, in scharfer 6’er Pace, ohne mich auszureizen.

... Ein kleines Glücksgefühl stellt sich darüber ein, denn es ist, seit meiner OP, das erste Mal, dass ich das Tempo über diese Distanz wieder etwas angezogen habe bzw. anziehen konnte, ohne in die Unkomfortabilität zu geraten.

04. Mai

... Mit meinem Trainer im mittleren Dauerlauf-Tempo auf 11 km mit einigen Höhen- Metern unterwegs. Über die gesamte Strecke Unterhaltung ohne Schnaufen möglich. Gelange dabei, an den Steigungen, bis auf 93% meiner max. Herzfrequenz. Geht aber prima.

... Wieder ein Glücksgefühl, denn dieses Intensitätsniveau war mir seit über einem Jahr nicht mehr gegönnt gewesen. Einmal mehr hat sich damit gezeigt, wie gut und richtig die OP war. Ich fühle Dankbarkeit.

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05. Mai

... Zum ersten Mal in diesem Jahr mit dem Rennrad unterwegs.

... Ich fahre die „kleine“ Königsbrunner Triathlon-Strecke ab und fühle mich, trotz nur moderatem Tempo, wie "endlich wieder angekommen“.

... Mein Bianchi-Rad, mit seiner Leichtigkeit, Leichtläufigkeit und direkte Ansprache, schenkt mir Freude. Wieder fühle ich große Dankbarkeit.

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06. Mai

... 8,5 km ruhiger Dauerlauf, zusammen mit meinem Trainer und zwei seiner Kursanten.

... Meine Garmin Pulsuhr behauptet, dass ich mich dabei im Mittel nur auf 80% meiner HFmax befand. Wenn sie nicht gelogen hat, dann hat sich auch hier wieder die positive Auswirkung der OP gezeigt: Der Organismus wird wieder mit genügend Sauerstoff versorgt – mit deutlich mehr als vorher. Einmal mehr: Glücksgefühl und Dankbarkeit!

07. Mai

... 10km ruhiger Dauerlauf – einfach nur ein Genusslauf durch den schönen Lechwald.

08.-13. Mai

... Ich bereite mich auf meine Lehrprobe und Prüfung beim Bayrischen Landessport- verband BLSV zum „Übungsleiter Breitensport für Erwachsene/Ältere“ vor.

... 120 Unterrichts- und Übungseinheiten habe ich darin investiert.

... Am 13. Mai erhalte ich nach bestandener Prüfung und Lehrprobe meine C-Lizenz.

... Thema der Lehrprobe „Koordination: Übungen und Spielformen zur Verbesserung der Rhythmisierungsfähigkeit.“ Ich gebe einer 12-köpfigen Gruppe eine Übungseinheit „Bewegung im Rhythmus von Musik, mit und ohne Ball“.

15. Mai

... Heute, seit einer gefühlten Ewigkeit, wieder ein Intervall-Training gewagt: 6 x 1.000 m mit einer Pace von 5’20’’/km. Das ist weiß Gott kein Tempo, mit dem sich irgendein Blumentopf gewinnen ließe. Für mich ist es aber, nach überstandener Krankheit, eine neue gesundheitliche und sportliche Positionsbestimmung und insofern der aktuell wichtigste Indikator dafür, dass ich dabei bin, mein altes sportliches Leben zurückzu- gewinnen und berechtigte Hoffnung hegen darf, auch wieder ambitioniertere Zeiten erreichen zu können, wenn ich es denn wollte.

Will ich es denn -? ... Im Geiste sehe ich meine beiden geschätzten Lehrer, Alexander und Klaus (aus meiner Ausbildung zum Lauftherapeuten DLZ), ihre Augen rollen. Auch meine liebe Freundin Sonja höre ich aus Düsseldorf rufen: „weniger ist mehr!“. Ich argumentiere im Kopf dagegen, dass ich doch gar nicht ans Limit gegangen wäre und den Paradigmenwechsel von leistungs- zu gesundheitsorientierten Ausrichtung vollzogen habe und diese auch beibehalten will.

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Seit 17. Mai

... Ich befinde mich zur „Anschlussheilbehandlung“ in einer Klinik i.d.N.v. Passau.

... Qi Gong, Tai Chi, Atemgymnastik, Körperarbeit mit Klang und Farbe, Autogenes Training, Hypnoinduktionen, psychologische Gespräche, eine Lehrküche für gesunde Ernährung, interessante Vorträge, Physiotherapie, Schwimmen und Laufen füllen auf interessante Weise die Zeit.

... Im Dom zu Passau beeindruckt noch immer die größte Orgel der Welt. Vielleicht ist sie auch die schönste -.

... Die 10km-Läufe hier, durch unbekanntes Waldgebiete, mit z.T. heftigen Steigungen, bekommen mir gut. Charly Doll und Herbert Steffny fallen mir dabei ein, wie beide

während eines gemeinsamen Laufs um den und über dem Titisee in Hinterzarten im Schwarzwald flachsten, als Charly uns erzählte, wie er dort während früherer Trainings-Bergläufe seinen Freund Herbert abgekocht hatte. Die Lektion daraus beherzige ich seither gewissenhaft: Ja nicht am Berg überreizen. Dabei entsteht so viel Laktat, dass es ein weiteres Lauftraining für den Rest des Tages sinnlos macht.

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... Ich schwimme wieder – täglich bis zu 2,5 km. Auch das geht wieder ohne Probleme.

... Das Balancieren auf der Slack-Line geht noch nicht ohne leichten Halt. Ich arbeite daran -.

Gesundheitssportliche Grüße

Burkhard Bönigk


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